Die Frage aller Fragen: Was kostet eine Website? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber ich kann Ihnen erklären, wovon es abhängt — und was Sie für Ihr Budget erwarten können.
Was bestimmt den Preis?
Drei Faktoren entscheiden über die Kosten:
1. Umfang (Seitenanzahl)
Je mehr Seiten, desto mehr Arbeit. Eine Visitenkarten-Website mit 5 Seiten (Start, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum) kostet weniger als ein Projekt mit 15 Unterseiten, Blog und Portfolio.
2. Funktionen
Ein einfaches Kontaktformular ist schnell eingebaut. Ein Buchungssystem, ein Online-Shop oder eine Mehrsprachigkeit erhöhen den Aufwand deutlich.
3. Design-Anspruch
Ein sauberes, professionelles Design auf Basis bewährter Muster ist effizienter zu erstellen als ein komplett individuelles Design mit aufwendigen Animationen und Spezialeffekten.
Konkrete Preise für kleine Unternehmen
Die Preise variieren stark — je nachdem, ob Sie mit einem Freelancer oder einer Agentur arbeiten. Hier sind realistische Spannen für den deutschen Markt:
Einfach (5 bis 7 Seiten) — 1.000 bis 3.000 Euro
- Kernseiten (Start, Leistungen, Kontakt, etc.)
- Kontaktformular
- Responsive Design
- SEO und DSGVO inklusive
Mittel (8 bis 15 Seiten) — 2.500 bis 8.000 Euro
- Alles aus Einfach
- Blog oder News-Bereich
- Galerie oder Portfolio
- Teamseite, Über mich
Umfangreich (15+ Seiten) — 5.000 bis 20.000+ Euro
- Alles aus Mittel
- Shop oder Buchungssystem
- Mehrsprachigkeit
- API-Anbindungen
Freelancer liegen tendenziell am unteren Ende der Spanne, Agenturen am oberen. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern was Sie dafür bekommen — fragen Sie nach konkreten Referenzen und vergleichen Sie den Leistungsumfang.
Was ist bei diesen Preisen inklusive?
Bei seriösen Webentwicklern sind folgende Leistungen immer inklusive:
- Responsive Design — funktioniert auf Smartphone, Tablet und Desktop
- SEO-Grundoptimierung — Meta-Tags, Seitenstruktur, Ladezeit
- DSGVO-Konformität — Datenschutz, Impressum, Cookie-Hinweis
- Barrierefreiheit — BFSG-konform, Farbkontraste, Tastaturnavigation
- SSL-Verschlüsselung — HTTPS für sichere Verbindungen
Responsive Design, SSL und DSGVO-Grundlagen sollten immer inklusive sein. Bei SEO und Barrierefreiheit kommt es auf den Umfang an — eine SEO-Grundoptimierung und solide Barrierefreiheit gehören dazu, eine umfassende SEO-Strategie oder ein vollständiges WCAG-Audit sind aber legitim als separate Leistung.
Der Vergleich: Baukasten vs. Profi
Auf den ersten Blick wirken Baukästen günstiger. Aber rechnen wir über 3 Jahre:
- Wix/Jimdo: 20 bis 50 Euro monatlich (je nach Tarif) = 720 bis 1.800 Euro über 3 Jahre
- Professionelle Website (Freelancer): Ab 1.000 Euro einmalig + Hosting ab 5 Euro/Monat = ab 1.180 Euro über 3 Jahre
- Professionelle Website (Agentur): Ab 3.000 Euro einmalig + Wartung = deutlich höher, aber mit vollem Service
Der Vergleich lohnt sich vor allem bei Freelancern: Schon ab einem mittleren Baukasten-Tarif zahlen Sie über 3 Jahre mehr — und bekommen weniger. Die professionelle Website ist schneller, individueller, DSGVO-konform und gehört Ihnen.
Laufende Kosten: Hosting und Wartung
Nach der Erstellung fallen laufende Kosten an:
- Hosting: 5 bis 15 Euro pro Monat (bei deutschen Anbietern)
- Domain: 10 bis 15 Euro pro Jahr
- Wartungsvertrag (optional): 30 bis 250+ Euro pro Monat (je nach Anbieter und Umfang)
Die Spanne bei Wartungsverträgen ist groß: Ein Freelancer berechnet für ein einfaches Paket (Hosting, Backups, Updates) ab 30 Euro monatlich, Agenturen mit umfangreichem Support, regelmäßigen Content-Änderungen und Monitoring liegen schnell bei 150 bis 250 Euro oder mehr. Fragen Sie genau nach, was enthalten ist — und ob Sie das alles brauchen. Wenn Sie keinen Wartungsvertrag möchten, können Sie Ihre Website auch selbst hosten.
Steuerlich absetzbar
Wichtig für Selbstständige und Unternehmer: Ihre Website ist eine Betriebsausgabe und in der Regel voll steuerlich absetzbar — sowohl die einmalige Erstellung als auch die laufende Wartung. Je nach Steuersatz reduzieren sich die effektiven Kosten um 30 bis 45 Prozent.
Woran erkennen Sie seriöse Angebote?
Achten Sie auf diese Punkte:
- Festpreis — Kein Stundensatz-Risiko, Sie wissen vorher, was es kostet
- Klar definierter Umfang — Welche Seiten, welche Funktionen, wie viele Änderungsrunden
- Keine versteckten Kosten — DSGVO, SEO und SSL sind inklusive, nicht extra
- Referenzen — Zeigt der Entwickler echte Projekte, die Sie prüfen können?
- Technologie — Moderne Frameworks statt veralteter WordPress-Installationen
Der nächste Schritt
Auf meiner Preisseite finden Sie eine transparente Übersicht. Wenn Sie unsicher sind, was Sie brauchen, lassen Sie Ihre aktuelle Website kostenlos analysieren — dann wissen Sie genau, wo Sie stehen und welcher Umfang für Ihr Projekt sinnvoll ist.